Botschafter am Herd, am Grill, am Esstisch
Mehr und mehr wurde mir klar, wie genial Kochen, Essen und Genuss sich mit Gott und unserem Leben verbinden lässt. Genuss und Glaube, Essen und Gott sind für mich untrennbare Symbiosen. Als "Genusspastor" kombiniere beim Kochen, Anrichten, Essen und Genießen spannende Gedanken und Fragen, welche zum Nachdenken anregen und daraus gute Gespräche am Tisch entstehen lassen.
Gottes Freundlichkeit auf den Teller bringen
Beim Kochen, Grillen, Zubereiten, Anrichten und Genießen entdecke ich ganz praktisch Gottes Freundlichkeit, wie es in Psalm 34,9 heißt: „Schmecket und sehet wie freundlich der Herr ist!“. Durch die Geschmacksvielfalt und Geschmacksexplosionen zeigt Gott uns Menschen seine kreative und großzügige Freundlichkeit. Dabei erlebe ich mit allen Sinnen den lebendigen Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Mit meinen Kochkünsten stelle ich nicht mein Können unter Beweis, sondern bringe Gottes geniale Freundlichkeit auf den Teller. Genau dafür möchte ich die Menschen begeistern und anstecken.
Achtsamkeit und Dankbarkeit
Ich werbe für ein Achtsames Kochen und Genießen mit Dankbarkeit. Denn es ist keine Selbstverständlichkeit, jeden Tag überhaupt Essen zu haben. Wir leben in einer Welt, in der viele Menschen Hunger leiden und auch sterben. Das sollte uns, die wir so reich gefüllte Kühlschränke und Supermärkte haben, mehr und mehr dankbarer werden lassen. Mir persönlich tut es weh, wenn ich lese, wieviele Lebensmittel in unsrem Land im Müll landen. Lasst uns bewusster essen und genießen mit einer dankbaren Haltung gegenüber unserem Geber und Schöpfer. Und lasst uns dabei lernen, nicht nur an uns zu denken, sondern zu teilen.
Genuss ist gelebte Spiritualität
Essen ist für mich mehr als nur „Nahrung“, sondern Meditation, gelebte und erlebte Spiritualität; die unmittelbare Begegnung mit dem lebendigen Gott. Die Entfaltung der Aromen, die ich mit allen Sinnen beim Kochen und Essen achtsam wahrnehme und empfange: „Es gibt für den Menschen nichts Besseres als essen und trinken und genießen, was er sich erarbeitet hat. Doch dieses Glück hängt nicht von ihm selbst ab: Es ist ein Geschenk Gottes.“ (Prediger 2,24).
Geschmack der Ewigkeit
Ein leckeres Essen ist ein Türspalt in Gottes Wirklichkeit. Dabei erlebe und schmecke ich ein "Stück Himmel auf Erden" und bekomme einen "Mini-Vorgeschmack" auf das, was uns im Himmel erst erwartet. Wie wird das erst sein, wenn wir im Himmel essen? Ich glaube: "Ultra-Umami-Krass" ... sicherlich reicht dieser Ausdruck bei Weiten nicht.
Essen verbindet
Essen verbindet, führt Menschen zusammen, bringt Menschen an den Tisch. Wie schön ist es, miteinander Gottes Freundlichkeiten zu erleben und zu feiern. Jesus hat regelmäßig Tischgemeinschaft und Gastfreundschaft gelebt. Bei jedem Tischgebet vor dem Essen, danke ich nicht nur Gott für das Essen, sondern bin mir bewusst, dass ER sogar mit am Tisch sitzt und live dabei ist!
Das Leben genießen
Als Bestatter erlebe ich immer wieder, wie endlich und vergänglich unser Leben ist. Es ist unendlich wertvoll, das Leben, jeden Moment, jedes Erlebnis, jeden Tag, alles was wir sind, was wir haben mehr und mehr und vor allem bewusst genießen.